Wie alles begann
2019 stand ich nach meinem dritten verpatzten Vortrag innerhalb eines Monats vor einer unangenehmen Wahrheit: Ich war ein guter Redner mit schlechtem Zeitmanagement. Jedes Mal hatte ich mir geschworen, „diesmal früher anzufangen" – und jedes Mal saß ich bis 3 Uhr morgens an den Folien.
Das Problem war nicht fehlende Disziplin. Das Problem war, dass alle Zeitmanagement-Methoden, die ich ausprobiert hatte, für Bürojobs entwickelt wurden. Niemand schien zu verstehen, dass Vortragsvorbereitung nicht in gleichmäßige Zeitblöcke passt. Dass manche Themen dich nachts wachhalten, während andere sich fast von selbst schreiben. Dass der Montag nach einem anstrengenden Keynote-Wochenende kein normaler Montag ist.
Also entwickelte ich mein eigenes System. Eins, das verstand, dass kreative Arbeit Puffer braucht. Dass Energie wichtiger ist als reine Stundenanzahl. Dass man für verschiedene Vortragsformate völlig unterschiedliche Vorbereitungsstrategien braucht.
Als Kollegen bemerkten, dass ich plötzlich entspannt und gut vorbereitet auf Events erschien, fragten sie nach meinem Geheimnis. Aus diesen Gesprächen entstand hyperblend-system – ein Framework, das inzwischen über 450 Speakern geholfen hat, die Kontrolle über ihre Zeit zurückzugewinnen.